artist statement

„Es interessiert mich nicht wie die Dinge aussehen. Ich will die Dinge festhalten, um sie zu dem zu machen, was ich sehe.“ (Sandra Bergemann)

Sandra Bergemann wurde 1980 in Stralsund geboren, studierte am Lette-Verein Berlin bei Roger Melis und schloß mit 22 als eine der jüngsten Absolventinnen mit der Schwarzweiß-Portraitserie GESICHTER DER DEFA ab. In den darauffolgenden Jahren erweiterte sie die GESICHTER DER DEFA-Reihe zu einem komplexen Ausstellungs- und Buchprojekt, welches deutschlandweit und international gezeigt wurde.

2010 wendete sie sich einem neuen Sujet zu und alle ihre Bestrebungen wenden sich nun gegen den Abbildungscharakter der Fotografie. Mit den Mitteln des Mediums versucht sie seine Realitätszugehörigkeit zu untergraben. In ihren abstrakten Werkserien (unter anderem „Aus der Tiefe“), die sie an der Ostsee erarbeitete, und in ihren gegenständlicheren Werkgruppen („Gegen das Sehen” und „Von der Welt im Inneren“) ist die Suche nach der Grenze der Wahrnehmbarkeit, und dessen was sich außerhalb des Bildes befinden kann, deutlich.

Die neuesten Serien von Sandra Bergemann untersuchen weiter die technischen Möglichkeiten, die im Medium begründet sind, wie die der Langzeitbelichtung („Durch das Fenster“) und mit Bildräumen, die ohne den Einsatz von Licht („Horizonte“), ohne den Einsatz einer Kamera („Fotogramme“ und „Suprematis“) entstanden.

Neben der Fotografie arbeitet Sandra Bergemann mit Video, Kunstharz, Plexi und Holz. Im Film und in der Dreidimensionalität erfahren ihre großen Themen Natur und Wasser Erweiterungen.

2017 wurde Sandra Bergemanns 60. Ausstellung in ihrer Heimatstadt Stralsund im Ozeaneum präsentiert.

 

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